Unser Turm hat wieder ein Dach


Der Burgturm unserer Burganlage war ursprünglich ein Wehrturm und wurde im romanischen Baustil im 12. Jahrhundert erbaut. Er ist ca. 30 Meter hoch und im unteren Teil besitzt er einen Durchmesser von etwa 8 Metern. Seine untere Mauerstärke beträgt ca. 3 Meter. Den oberen Abschluss bildete ein Spitzdach mit einer Wetterfahne.

 

 

Interessanterweise gab es bis 1989 lediglich in 10 Metern Höhe einen Zugang. Dieser war von 1267 bis 1987 unverändert. Wir nehmen an, dass von einem nahestehenden Gebäude ein Zugang vorhanden war, wobei dieses zu einem unbekannten Zeitpunkt abgerissen wurde. Im Turm gab es mehrere bewohnte Etagen, sowie eine noch heute intakte mittelalterliche Toilettenanlage.

 

 

Das Spitzdach wurde bereits 1974 abgerissen.

1987 wurde beschlossen, den Wehrturm in einen Aussichtsturm umzubauen. Zunächst wurde eine Tür zu ebener Erde in die Mauer gebrochen und alle Einbauten entfernt. Danach baute man eine Eisentreppe mit Betonstufen in Zickzackbauweise ein. Für den oberen Abschluss wurde eine einfache Betonplatte gegossen. Als Begrenzung wurde eine unverputzte Ziegelmauer gesetzt, deren Abschluss die Ringmauer des Turmes bildet.

 

 

Der Turm wurde gern von unseren Besuchern genutzt, weil er eine schöne Aussicht in den Südharz und das Wippertal bietet. Der Blick reicht bis nach Nordhausen, bei guter Sicht sogar bis zum Brocken.

Im Frühjahr und im Herbst gibt es ein besonderes Schauspiel zu sehen. Viele Kraniche und Gänse nutzen den Aufwind, um in ihre Sommer- bzw. Winterquartiere zu gelangen. Man steht beinahe auf gleicher Höhe mit ihnen. 

Was war das Problem?

Durch die äußeren Wettereinflüsse verwitterte sowohl die Bodenplatte als auch die Ziegelmauer. Dadurch drang ungehindert Feuchtigkeit in die Mauern ein. Die Außenmauer des Turmes wurde brüchig und muss dringend saniert werden.